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Fiji Water, ja oder nein?



Die einen zapfen es aus dem Hahn, die anderen schleppen lieber Flaschen. Ob jemand Leitungswasser oder Mineralwasser bevorzugt, ist meist eine Frage des Geschmacks. Was von beiden gesünder ist, lässt sich debattieren. Doch die Firme Fiji verspricht Wasser, dass nicht nur gesünder ist, sondern auch sauberer, etwas das viele Tester auch bestätigen. Der Grund dafür soll ihre Quelle sein, die in der Südsee liegenden Fidschi-Insel Viti Levu, in der abgelegenen Bergregion Yaqara Valley ist.

Ich bin jemand, der sich eher mit Leitungswasser rumschlägt. Jedoch wird in Kinos außerordentlich viel Werbung von dem Produkt gemacht und auch Promis scheuen sich nicht davor von ihm zu prahlen. Aus Kuriosität, habe ich mich also mehr mit dem Wasser auseinandergesetzt und anschließend getestet und muss sagen, dass ich sehr gemischte Gefühle habe. 
Das Fiji-Wasser schmeckt mir deutlich besser, als sämtliche Wässer, die ich bisher getrunken habe. Ob das nun Einbildung ist, oder nicht, kann ich natürlich nicht sagen. Meines Erachtens ist es jedoch keine. Mit 3,50 Euro pro Liter ist das Produkt nicht gerade billig, trotzdem denke ich, dass es für diesen einzigartigen Geschmack wehrt ist und die Nachfrage ist stets groß.
Schade finde ich es, dass eine Firme, die sich als Umweltschützer ausgibt, selbst große Beiträge dazu leistet die Umwelt zu verschmutzten. Allein durch die langen Transport Strecken kommt es zu lächerlich hohen CO2 Emissionen. Dazu kommen noch die PET Flaschen die die Firme benutzt und die 1,5 Barren roh Öl zur Herstellung benötigen . Zwar sind diese recycelbar, aber das auch nur unter der Bedingung, dass der Käufer die Flasche auch zurückbringt. So etwas passiert heutzutage leider eher selten und so kommt es dazu, dass der Boden un der Ozean belastet wird. 
Eines der größten Makel des Fiji-Waters auf das viele Aufmerksam machen ist die Wasserversorgung der Fidschi Insel selbst, eine Insel dessen HDI bei 0,688 liegt. Dort herrscht nämlich eine Wasserknappheit, die die hälfte der Bevölkerung betrifft. 50% des Landes bekommen Wasser von der Notfallversorgung. Das sind 15, 14 Liter pro Familie für eine Woche. Auch Armut befällt die Insel mit 35% im Jahr 2012. Und als wäre es noch nicht schlimm genug, kommt es dort oft zu Trockenperioden, in denen die Übelarteten Wasserpumpen der Insel nicht genug Bewohner versorgen können.
Der Grund warum alle mit dem Finger auf die Hersteller von Fiji Waters zeigen, ist dass die Quelle, die die Firma benutzt von den Britten gefunden wurde und eigentlich für alle Einwohner des Landes bestimmt war. Doch Fiji ist ein sehr gefragtes Produkt und macht dementsprechend auch Gewinne mit 150 Millionen Dollar. Von diesem Geld werden 1,3 Millionen in Fidschi investiert. Zudem ist die Fiji Water Company ein Hauptsponsor der „Pacific Water for Life Foundation“  ,dessen Ziel es ist die Infrastruktur Fidschis zu verbessern, in dem zum Beispiel jede Gemeinde eine sichere Wasserversorgung erhält. Die Firma beschäftigt auch 350 Menschen auf der Insel. 
Es ist also nicht Fiji Waters, die nur das beste für Fidschi wollen, die das Land in seinen jetzigen Zustand versetzt haben, sondern der korrupte Staat. Er stellt Hotel vor seinen eigenen Leuten, was die Wasserversorgung angeht, nur um ein besseres Bild bei den Touristen zu lassen. Diese Taktik hat zu folge, dass besonders viele Menschen an Küstengebieten Opfer der Ungerechten Wasserversorgung werden. 
Als Fazit ziehe ich, dass es schon sehr wahr ist,dass Fiji Water die Umwelt verschmutzt und auch etwas zum Leiden der Bewohner der Insel Fidschi beiträgt, doch wir sind an einem Punkt gelangt, wo die Firma eine wichtige Einnahmequelle für die Weiterentwicklung des Landes geworden ist. Ob du aber nun das Wasser kaufen möchtest und ob es dir gefällt ist trotzdem Meinungssache. Mir persönlich schmeckts und ich kann es nur weiterempfehlen.

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